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Schutzkonzept

Grenzwahrender Umgang und sichere Orte für Kinder und Jugendliche in unserer Einrichtung sollen auch in Zukunft gewährleistet sein. Aus diesem Grund hat sich eine Arbeitsgemeinschaft aus pädagogischen Fachkräften der Jugendhilfe der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof gebildet, die dieses Konzept erarbeitet hat mit dem Ziel, sich für eine Kultur der Achtsamkeit hinsichtlich eines grenzwahrenden Umgangs miteinander einzusetzen.

Wir waren uns einig, dass eine solche Kultur gepflegt werden muss, wachsen soll und mit diesem Konzept einen unterstützenden Rahmen erhalten wird. Denn Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf einen entwicklungsfördernden und schützenden Rahmen. Aus diesem Grund verurteilen wir Fehlverhalten, welches sich in Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und Gewalt zeigt.

Im alltäglichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die oftmals Grenzverletzungen und Gewalt erlebt haben, ist es eine besondere Herausforderung sich in Grenzsituationen professionell zu verhalten und sich nicht durch Provokationen und Kränkungen leiten zu lassen. Auch bei uns kann es zu Grenzverletzungen kommen und es gilt, diese frühzeitig zu thematisieren und Strukturen und eine Kultur zu schaffen, die eine Thematisierung ermöglichen. Sensibilität für das eigene Verhalten und eine gute Reflexionsfähigkeit sind Voraussetzungen, die dazu beitragen.

Fehlverhalten muss offen und ohne Angst vor Sanktionen angesprochen werden können, damit es nicht vertuscht und verdeckt wird. Ziel ist eine konstruktive Auseinandersetzung im Rahmen der Bewertung des Kontextes, die einen grenzwahrenden Umgang miteinander fördert.

Das Schutzkonzept soll vor grenzverletzendem Verhalten in der Jugendhilfe des Ludwig-Steil-Hofes dienen und eine Sensibilisierung hinsichtlich einer grenzachtenden Kultur fördern.

Voraussetzung hierfür ist, dass unser Handeln nicht erst dann einsetzt, wenn es einen „Vorfall“ gegeben hat, sondern einen deutlich präventiven Ansatz verfolgt.

Kinder und Jugendliche sind im Rahmen unserer Arbeit zu schützen und zu stärken. Sie werden über ihre Rechte informiert, altersgemäß an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt und sollen sich als selbstwirksam erleben. Nur Kinder und Jugendliche, die gelernt haben sich zu äußern, für ihre Rechte und Interessen einzustehen, sind gut vor Gefahren geschützt.

Aus diesem Grund ist dieses Konzept auf verschiedenen Ebenen angelegt.

Schaubild Schutzkonzept (PDF, ca. 410 KB)